GSM-Codes sind kurze Wählsequenzen, die Funktionen deines Mobilfunkanbieters direkt über die Telefontastatur steuern. Keine App nötig. Keine Internetverbindung erforderlich. Sie funktionieren auf jedem Mobiltelefon, vom einfachen Nokia bis zum neuesten iPhone.
Die meisten kennen bestenfalls die Rufumleitungscodes. Aber GSM-Codes decken weit mehr ab: Rufnummernunterdrückung, Anrufsperren, Mailbox-Verwaltung, Geräteinformationen und Netzwerk-Diagnose.
Hier ist die vollständige Liste, nach Kategorien sortiert, mit Beispielen.
Wie GSM-Codes funktionieren
Du gibst die Codes im Telefon-Wähler ein (die App, mit der du telefonierst) und drückst die Anruftaste. Dein Handy sendet den Code an das Netz deines Anbieters, das ihn verarbeitet und eine Bestätigung zurückschickt.
Das Muster ist einheitlich:
**(Doppelstern) + Code = Aktivieren##+ Code = Deaktivieren*#+ Code = Status prüfen
Ersetze [Nummer] durch die vollständige Zielnummer mit Ländervorwahl (z.B. +491701234567 für Deutschland, +431234567890 für Österreich).
Für eine interaktive Version zum Suchen, Filtern und Kopieren nutze unser GSM-Codes Tool.
Rufumleitungs-Codes
Die am häufigsten genutzten GSM-Codes. Sie leiten eingehende Anrufe an eine andere Nummer weiter.
Alle Anrufe umleiten (unbedingt)
| Aktion | Code |
|---|---|
| Aktivieren | **21*[Nummer]# |
| Deaktivieren | ##21# |
| Status prüfen | *#21# |
Dein Handy klingelt nicht mehr. Jeder Anruf geht direkt an die Zielnummer. Praktisch im Urlaub oder wenn du alle Anrufe von einem KI-Telefonassistenten wie Safina beantworten lassen willst.
Umleitung bei Nichtmelden
| Aktion | Code |
|---|---|
| Aktivieren | **61*[Nummer]**[Sekunden]# |
| Deaktivieren | ##61# |
| Status prüfen | *#61# |
Ersetze [Sekunden] durch die Klingelzeit vor der Weiterleitung: 5, 10, 15, 20, 25 oder 30 Sekunden. Das ist der nützlichste Umleitungstyp für Geschäftszwecke: Dein Handy klingelt, und wenn du nicht abnimmst, geht der Anruf an deine Ersatznummer.
Beispiel: Nach 20 Sekunden Klingeln weiterleiten: **61*+491701234567**20#
Umleitung bei Besetzt
| Aktion | Code |
|---|---|
| Aktivieren | **67*[Nummer]# |
| Deaktivieren | ##67# |
| Status prüfen | *#67# |
Greift, wenn du bereits in einem anderen Gespräch bist. Verhindert, dass Anrufer ein Besetztzeichen hören.
Umleitung bei Nichterreichbarkeit
| Aktion | Code |
|---|---|
| Aktivieren | **62*[Nummer]# |
| Deaktivieren | ##62# |
| Status prüfen | *#62# |
Aktiviert sich, wenn dein Handy ausgeschaltet ist, im Flugmodus oder keinen Empfang hat. Wichtig für 24/7-Erreichbarkeit.
Sammelaktionen
| Aktion | Code |
|---|---|
| ALLE Umleitungen aufheben | ##002# |
| Alle bedingten Umleitungen auf einmal setzen | **004*[Nummer]# |
| Alle bedingten Umleitungen aufheben | ##004# |
##002# ist der “Reset-Button.” Entfernt jede Umleitungsregel in einem Schritt.
Für anbieterspezifische Anleitungen siehe den Rufumleitung nach Anbieter Ratgeber oder nutze das interaktive Umleitungs-Tool.
Rufnummernanzeige-Codes (Caller ID / CLIR)
Steuere, ob deine Telefonnummer dem Angerufenen angezeigt wird.
| Aktion | Code | Hinweis |
|---|---|---|
| Nummer unterdrücken (nächster Anruf) | #31#[Nummer] | Vor die Nummer setzen |
| Nummer anzeigen (nächster Anruf) | *31#[Nummer] | Falls normalerweise unterdrückt |
| Ausgehende Rufnummernanzeige prüfen | *#31# | CLIR-Status |
| Eingehende Rufnummernanzeige prüfen | *#30# | CLIP-Status |
| Verbundene Leitung prüfen | *#76# | COLP-Status |
| Verbundene Leitungsbeschränkung prüfen | *#77# | COLR-Status |
Beispiel: +491701234567 anrufen, ohne deine Nummer zu zeigen: #31#+491701234567
Anklopf-Codes
Anklopfen signalisiert dir während eines Gesprächs, wenn ein zweiter Anruf eingeht.
| Aktion | Code |
|---|---|
| Anklopfen aktivieren | *43# |
| Anklopfen deaktivieren | #43# |
| Status prüfen | *#43# |
Mit aktivem Anklopfen hörst du einen Piepton, wenn jemand versucht, dich zu erreichen, während du telefonierst. Du kannst dann zum neuen Anruf wechseln oder ihn ignorieren.
Anrufsperren-Codes
Anrufsperren beschränken bestimmte Anruftypen. Nützlich für Kostenkontrolle oder um unbefugte Nutzung zu verhindern.
Alle Sperrcodes brauchen eine PIN (meist vom Anbieter gesetzt, Standard oft 0000 oder 1234).
Ausgehende Anrufe sperren
| Aktion | Code |
|---|---|
| Alle ausgehenden Anrufe sperren | **33*[PIN]# |
| Sperre aufheben | ##33*[PIN]# |
| Status prüfen | *#33# |
| Internationale Anrufe sperren | **331*[PIN]# |
| Internationale Sperre aufheben | ##331*[PIN]# |
Eingehende Anrufe sperren
| Aktion | Code |
|---|---|
| Alle eingehenden Anrufe sperren | **35*[PIN]# |
| Sperre aufheben | ##35*[PIN]# |
| Status prüfen | *#35# |
| Eingehende im Roaming sperren | **351*[PIN]# |
Alle Sperren aufheben
| Aktion | Code |
|---|---|
| ALLE Anrufsperren aufheben | ##330*[PIN]# |
Telefon- und SIM-Informationen
| Code | Was er zeigt |
|---|---|
*#06# | IMEI-Nummer (eindeutige Gerätekennung) |
*#07# | SAR-Wert (Strahlungslevel, nur Android) |
Die IMEI ist wichtig. Notiere sie und bewahre sie sicher auf. Bei Verlust oder Diebstahl brauchst du die IMEI, um das Gerät bei deinem Anbieter zu melden. Die IMEI steht auch auf der Originalverpackung und unter Einstellungen > Über das Telefon.
Android-Diagnosecodes
Diese funktionieren auf den meisten Android-Geräten, aber nicht auf iPhones.
| Code | Was er öffnet |
|---|---|
*#*#4636#*#* | Telefon-Info, Akku-Statistiken, WLAN-Info, Nutzungsdaten |
*#*#7780#*#* | Werksreset (Vorsicht: löscht alle Daten) |
Anbieterspezifische Codes
Deutsche Anbieter
Telekom, Vodafone, O2, 1&1 und Congstar unterstützen alle Standard-GSM-Codes. Manche bieten zusätzlich App-basierte Verwaltung über MeinMagenta, MeinVodafone oder Mein O2.
US-Anbieter
| Funktion | AT&T | Verizon | T-Mobile |
|---|---|---|---|
| Unbedingte Umleitung | *72[Nummer] | *72[Nummer] | Standard-GSM |
| Umleitung aufheben | *73 | *73 | Standard-GSM |
AT&T und Verizon nutzen *72/*73 statt des Standard-Codes **21*. Bedingte Umleitungen (Nichtmelden, Besetzt, Nichterreichbar) nutzen Standard-GSM-Codes bei allen drei Anbietern.
Für Anleitungen zu einzelnen Anbietern siehe unsere anbieterspezifischen Rufumleitungs-Ratgeber.
Tipps und Problemlösung
Codes funktionieren nicht?
- Stelle sicher, dass du Mobilfunkempfang hast (GSM-Codes funktionieren nicht über WLAN)
- Bei Dual-SIM-Handys: Prüfe, ob du vom richtigen SIM wählst
- Manche VoIP-basierte Anbieter unterstützen keine GSM-Codes
- Versuche das Format ohne
+(z.B. 00491701234567 statt +491701234567)
Von vorne anfangen?
Wähle ##002#, um alle Umleitungsregeln zu löschen, und richte dann nur ein, was du brauchst.
Aktuelle Konfiguration prüfen
*#21# (unbedingt)
*#61# (Nichtmelden)
*#67# (Besetzt)
*#62# (Nichterreichbar)
Brauchst du eine Nummer zum Weiterleiten?
Wenn du eine Rufumleitung einrichten willst, aber keine Zielnummer hast, gibt dir ein KI-Telefonassistent eine. Safina bietet eine eigene Nummer, an die deine verpassten Anrufe weitergeleitet werden. Die KI geht ran, spricht mit dem Anrufer und schickt dir eine Zusammenfassung. Tarife ab 9,99 Euro/Monat. 14 Tage kostenlos testen.
Häufig gestellte Fragen
Funktionieren GSM-Codes auf dem iPhone?
Ja. Öffne die Telefon-App, tippe den Code ein und drücke Anrufen. Alle Standard-GSM-Codes für Rufumleitung, Rufnummernanzeige und Status funktionieren auf dem iPhone. Die Android-spezifischen Diagnosecodes (wie *#*#4636#*#*) nicht.
Funktionieren GSM-Codes mit eSIM?
Ja. GSM-Codes funktionieren mit physischer SIM, eSIM und Dual-SIM-Konfigurationen. Bei Dual-SIM gilt der Code für die SIM-Leitung, von der du wählst.
Sind GSM-Codes kostenlos?
Die Codes selbst sind kostenlos. Umgeleitete Anrufe können aber als ausgehende Anrufe berechnet werden. Prüfe die Rufumleitungskonditionen deines Tarifs.
Kann ich GSM-Codes im Ausland nutzen?
Die meisten Codes funktionieren im Roaming, aber manche Anbieter beschränken bestimmte Funktionen (besonders Anrufsperren) im Roaming. Rufumleitungen funktionieren international, aber umgeleitete Anrufe können Roaming-Gebühren verursachen.
Was ist der Unterschied zwischen GSM-Codes und USSD-Codes?
Es ist dasselbe. “GSM-Codes” bezieht sich auf Codes, die für GSM-Mobilfunknetze standardisiert sind. “USSD” (Unstructured Supplementary Service Data) ist das technische Protokoll. In der Praxis sind die Begriffe austauschbar.
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